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Hilgen, Gesche Margarethe

weiblich 1797 -


Angaben zur Person    |    Quellen    |    Ereignis-Karte    |    Alles    |    PDF

  • Name Hilgen, Gesche Margarethe  
    Geboren 25 Jun 1797  Kirchhatten / Kht., Hatten, OL., NI, D Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Getauft 25 Jun 1797  Kirchhatten / Kht., Hatten, OL., NI, D Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  [1
    Geschlecht weiblich 
    Referenz Kht.1797/032 
    Religion LU 
    Auswanderung zwischen 1847 und 1849  Bremen, HB, D Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  [2
    als Witwe 
    Einwanderung zwischen 1847 und 1849  New York City, NY, USA Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Gestorben USA Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Begraben USA Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I13629  OGF Auswanderer
    Zuletzt bearbeitet am 23 Jul 2020 

    Vater Hilgen, *Christian Carl Ludwig,   geb. 25 Feb 1768, Kirchhatten / Kht., Hatten, OL., NI, D Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 3 Mai 1821, Kirchhatten / Kht., Hatten, OL., NI, D Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 53 Jahre) 
    Mutter Schr├Âder, Anna *Sophia,   geb. 16 Mai 1765, Dingstede / Gks. / Kht., Hatten, OL., NI, D Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 23 Nov 1842, Kirchhatten / Kht., Hatten, OL., NI, D Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 77 Jahre) 
    Verheiratet 1 Feb 1795  Kirchhatten / Kht., Hatten, OL., NI, D Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  [3
    Familien-Kennung F2554  Familienblatt  |  Familientafel

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsGeboren - 25 Jun 1797 - Kirchhatten / Kht., Hatten, OL., NI, D Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsGetauft - 25 Jun 1797 - Kirchhatten / Kht., Hatten, OL., NI, D Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsAuswanderung - als Witwe - zwischen 1847 und 1849 - Bremen, HB, D Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsEinwanderung - zwischen 1847 und 1849 - New York City, NY, USA Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsGestorben - - USA Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBegraben - - USA Link zu Google Earth
     = Link zu Google Earth 
    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Quellen 
    1. [S15121] (Kht. KB 02, #T.1797/032, T.1797/032, pp.201, pos6).

    2. [S1341] NWZ-Archiv, (https://epaper.nwzonline.de/archiv/), NWZ vom 17. Sept. 1988 - Nordwest-Heimat Nr. 218.
      Autor: OGF-Mitglied: Werner KAISER, Oldenburg (*1921, +2010)
      Beitrag in der NWZ vom 17. Sept. 1988
      Abbildung: "Senator Johann Friedrich HILGEN um 1870"
      ├ťberschrift: Nachkomme des Untervogts HILGEN wurde Stadtgr├╝nder in USA --- Verkauf von Grundbesitz erleichterte Start in der Neuen Welt

      Johann Friedrich HILGEN, dessen Vater Christian Carl Ludwig HILGEN und Gro├čvater Gerhard HILGEN noch Unterv├Âgte in Hatten gewesen waren, war um 1830 nach Amerika ausgewandert und hatte sich in Charleston eine Existenz aufgebaut. 1837 kam er zur├╝ck und heiratete Catharine Louise B├ľRNER. Mit dem Schiff "Louise" verlie├čen sie im selben Jahr von Bremen aus wieder ihre Heimat.
      Friedrich B├ľRNER, ein Bruder von Catharine Louise, schlo├č sich ihnen an. Er ├╝bernahm offensichtlich die Gesch├Ąfte in Charleston, w├Ąhrend Johann Friedrich nach Wisconsin ging, um hier etwas Neues aufzubauen und zum Gr├╝nder der Stadt Cedarburg wurde.
      Im Juli 1845 schrieb Johann Friedrich HILGEN aus Wisconsin einen Brief an seinen Schwager Friedrich B├ľRNER in Charleston:
      "Lieber Schwager, gestern erhielt ich Deinen Brief mit dem Wechsel ├╝ber 402 Dollar. Ich werde Dir den Betrag mit 6 % Zinsen zur├╝ckzahlen. Du tust mir einen gro├čen Gefallen mit dem Geld, weil ich jetzt sehr viel bauen will. Unsere Gesch├Ąfte gehen sehr gut. Es ist eine Freude, der M├╝hle zuzuschauen.
      Mr. H. STREIBING von New York war letzte Woche hier und machte mir einen Besuch. Ich bin mit ihm zur M├╝hle gefahren und es hat ihn sehr beeindruckt. Er sagte, er habe vorher nie eine bessere Reise und er w├╝rde gern hier wohnen. Wir haben bei ihm viele Sachen bestellt, die er uns liefern soll. Ich habe unser Lager im Erdgescho├č f├╝r j├Ąhrlich 150 Dollar vermietet. Wir wohnen noch oben. Ein kleines Haus habe ich f├╝r 100 Dollar an einen Arzt namens WANDERLY vermietet.
      Lieber Schwager, wir waren sehr gl├╝cklich zu h├Âren, da├č Ihr alle wohlauf und gl├╝cklich seid und da├č es Deiner lieben Frau jetzt besser geht. Auch wir sind alle gl├╝cklich und gesund. Wir hatten sehr lange eine gro├če Hitze. Letzte Woche waren es 102 Grad F im Schatten. Vor acht Tagen sind meine Schwester Margareta und WERDEHOFF┬┤s Schwiegervater mit 2 S├Âhnen hier angekommen. Es geht ihr sehr gut und sie gr├╝├čt Euch vielmals. Viele Gr├╝├če an Euch alle auch von unserer Mutter in Bloherfelde, sie ist gesund und zufrieden und arbeitet hart.
      Lieber Schwager, du m├╝├čtest meiner Schwester meinen Wunsch erkl├Ąren, da├č ich mit ihr noch einmal unsere Mutter besuchen m├Âchte. Bruder Ernst und Vetter C. B├ľRNER sind noch nicht verheiratet. Gesine wird im Herbst Johann PETERMANN heiraten. Die beiden S├Âhne von J├╝rgen HAVEKOST wollen noch in diesem Sommer nach hier kommen. Sie wollten eigentlich zusammen mit meiner Schwester kommen, konnten aber nicht, da das Schiff zu voll war.
      Nun viele Gr├╝├če von mir und meiner Frau am Euch alle und alle Verwandten und Bekannte, ich kann sie nicht alle nennen. Viele Gr├╝├če auch von Wilhelm SCHR├ľDER an Euch und seinen Bruder. Er hat den Wechsel und den Brief betr. Heide┬┤s Geld erhalten und wird in K├╝rze antworten.
      Lieber Schwager, ich glaube, dieser Brief ist genau so gut (als Best├Ątigung f├╝r das Geld) wie eine formelle Quittung. Meine Frau wei├č dar├╝ber Bescheid. Schreibe bald wieder, in Eile.
      Dein treuer Schwager Friedrich HILGEN.ÔÇť
      ------
      In den Jahren 1845 bis 1849 hat Johann Friedrich HILGEN seine noch lebenden Geschwister nachkommen lassen, seine verwitwete Schwester Gesche Margarethe und seinen Bruder Gerhard mit dessen zweiter Frau Marie Catharine HEITZHUSEN aus Dingstede und vier Kindern. Auch Catharine Margarethe, die Tochter seine 1825 verstorbenen Bruders Christian, ging kurz nach ihrer Heirat mit Johann SCH├ťTTE aus Munderloh nach Amerika.
      Augenscheinlich wurde sowohl die Auswanderung der HILGENs und der B├ľRNERs als auch der Start in das Gesch├Ąftsleben in Amerika zun├Ąchst durch den Verkauf von B├ľRNER-Grundbesitz finanziert.
      Aus den Erdb├╝chern ist zu ersehen, da├č einiger Besitz im Jahre 1837 vom Kirchspielvogt G├Âsche TWIESTMEYER erworben wurde:

      1. Die B├ľRNER-Bau in den Dillen, deren voherige Besitzer der im gleichen Jahr auswandernde Friedrich B├ľRNER und seine Schwester Catharine Louise HILGEN waren. Diese Bau ging aber gleich darauf in Erdwin ALBERS.

      2. Eine dem Baumann B├ľRNER geh├Ârende Gastwirtschaft, die aber 1846 von Hinrich B├ľRNER zur├╝ckgekauft und ab 1848 von dessen Sohn Christoph weitergef├╝hrt wurde.

      3. Ein weiteres B├ľRNER-Grundst├╝ck, das dann 1860 an den Schneider MENKE verkauft wurde, der aber schon 1868 mit seiner Familie ebenfalls nach Amerika ging, nachdem Christian Friedrich BRUNS den Besitz gekauft hatte.

      Der briefliche Kontakt zur Heimat ri├č zun├Ąchst nicht ab. Zw├Âlf Jahre nach der Auswanderung schrieb der in Hatten gebliebene Sohn Christoph B├ľRNER im Juli 1849 nach Cedarburg:

      ÔÇ×Lieber Vetter, Dein Brief vom 5. Januar kam noch aus Charleston, aber jetzt werde ich dich zweifellos erreichen, wenn ich an den Ort Cedarburg in Wisconsin schreibe.
      Lieber Vetter, ich w├╝nsche Dir in Deiner neuen Heimat, in der Du inzwischen bestimmt angekommen bist, viel Segen und auch ein langes Leben. Ich hoffe, da├č mein Brief Dich und Deine Familie wohlauf und gl├╝cklich antrifft.
      Gleiches kann ich auch von uns sagen. Im Monat M├Ąrz feierten wir das Unabh├Ąngigkeitsfest. In der Kirche sangen wir ÔÇ×Nun danket alle GottÔÇť. Wir trafen uns um 2 Uhr am Sonntagnachmittag mit dem Festkommitee Koster TWIESTMEYER, Arend Erdwin ALBERS, K. V. M├ťLLER und anderen. In der N├Ąhe des Friedhofes haben wir einen Gedenkbogen errichtet. Unser TWIESTMEYER hielt die Rede. Er hatte sie auf Papier niedergeschrieben, war aber so ger├╝hrt von der gro├čen Menschenmenge, da├č nichts daraus wurde, er konnte sie nicht zu Ende bringen. Jetzt baut er ein neues Haus am Hatter Marktplatz, zwei Stockwerke hoch mit einem Raum im Obergescho├č. Der Bau kostet rund 2000 Dollar. Er hatte den Wunsch, Abgeordneter zu werden und stand zweimal zu Abstimmung, wurde aber abgelehnt.
      Unsere ganze Freiheit ist nichts wert. Vor einigen Tagen unternahmen die D├Ąnen einen Einfall und t├Âteten 4000 der armen Holsteiner.
      Falls man etwas gegen ihn beabsichtigt, wird er wieder zu See gehen.
      Die Ausgaben werden noch gr├Â├čer werden.
      Ich erfuhr, da├č mein Schwager C. MEYER in Cedarburg als B├Ącker t├Ątig ist. Die Mutter von F. R├ľBKEN wird in einigen Wochen zu ihrer Tochter Marie fahren und MASEMANN will noch hier bleiben. Meine Frau Gesine m├Âchte auch so gern nach Amerika gehen, aber ich kann mich nicht beklagen, ich habe eine gute Stelle. Es w├Ąre sicher sehr sch├Ân, k├Ânnten wir beisammen sein. Es ist nicht unm├Âglich, wenn Gott es will. Ich denke immer noch gern an Deinen Besuch zur├╝ck, es w├╝rde eine doppelte Freude sein, wenn wir noch einmal zusammenkommen k├Ânnten. Johann HAVEKOST┬┤s Schwester Friederike geht auch nach dr├╝ben.
      In unserem Haus wohnt jetzt ein BLICKSCHLAGER.
      Lieber Vetter, ich hoffe, dieser Brief findet Euch froh und gl├╝cklich. Jetzt wei├č ich nichts mehr zu schreiben au├čer da├č Wilhelm CLAUSSEN zu den Goldgr├Ąbern gegangen ist.
      Ich will schlie├čen. Meine Frau und ich, Mutter und Schwester senden viele, viele Gr├╝├če an Dich, Deine Frau, Deinen Sohn und auch an Deine Schwester Anna.
      Dein Vetter Christoper B├ľRNER.
      P.S. Gott hat die Tochter meiner Schwester Gesine ins ewige Leben abberufen. Unser Onkel Johann WITTE hat diese Erde vor sechs Wochen verlassen.ÔÇť

      ----
      Johann Friedrich und Catharine Louise hatten 13 Kinder. Ihr j├╝ngster Sohn, der 1857 geborene James Heinrich, heiratete 1881 Anna Alida R├ľBKEN. Das von ihm erbaute Wohnhaus steht heute [1988] unter Denkmalschutz.
      Der j├╝ngste Auswanderer der Familie war Johann Friedrichs Neffe Heinrich Gerhard HILGEN, der 1845 in Dingstede geboren wurde und im September 1849 mit Eltern und Geschwistern in New York ankam. Bei seiner Ankunft war er taubstumm. Es ist nicht ├╝berliefert, ob er sich diese Behinderung w├Ąhrend der ├ťberfahrt zugezogen hatte. Heinrich Gerhard heiratete die ebenfalls taubstumme Louise Elisabeth DRESSLER; sie hatten gesunde Nachkommen.
      Der Name des 1864 in Cedarburg geborenen William Friederick HILGEN, eines Gro├čneffen von Johann Friedrich, bleibt ebenfalls unausl├Âschlich mit der Entwicklung der Stadt verbunden; nach seinen Entw├╝rfen wurde das Geb├Ąude der Staatsbank errichtet, wurden vier Kirchen sowie eine gr├Â├čere Anzahl von Wohn- und Gesch├Ąftsh├Ąusern gebaut.


    3. [S20169] (Kht. KB 04, #H.1795/01., H.1795/01., pp.213, pos007).